SVS Vistek¶
Vor der Verwendung einer SVS Vistek-Kamera, muss die ‚SVCam_GigE_Kit_v1.5.8_Setup_x64_Win‘ installiert werden. An allen LAN-Adaptern mit SVS Vistek-Kamera muss der ‚SVGigE Filterdriver‘ aktiviert werden.
Allgemeine Einstellungen¶
Allgemeine Einstellungen: Bildquellen-Editor
Start/Stop/Reset
Start: Kamera starten und für Bildaufnahme vorbereiten.
Stop: Kamera stoppen und den Bildaufnahmemodus beenden.
Reset: Alle Kameraparameter auf Werkseinstellungen zurücksetzen.
Read Settings from Camera: Alle Parameter aus der Kamera auslesen und dieser Bildquelle bzw. diesem Bildaufnahmeparametersatz zuweisen.
Save to EEPROM: Aktuelle Parameter im EEPROM der Kamera speichern.
Camera list: Auswahlliste aller SVS-Vistek Kameras. Die Liste kann mit dem ‚… - Taster‘ aktualisiert werden.
UserID: Kameraname, der durch click auf den Taster ‚set‘ in der Kamera gespeichert wird.
AcquisitionMode: Bildaufnahmemodus oder auch Triggermodus. Es kann eine der folgenden Trigger-Quellen ausgewählt werden:
ACQUISITION_MODE_FIXED_FREQUENCY: Permanente Bildaufnahme mit fester Frequenz.
ACQUISITION_MODE_SOFTWARE_TRIGGER: Softwaretrigger, wird von Viper.NET bei der Bildaufnahme ausgelöst.
ACQUISITION_MODE_EXT_TRIGGER_INT_EXPOSURE: Hardwaretrigger am Eingang.
ACQUISITION_MODE_EXT_TRIGGER_EXT_EXPOSURE: Hardwaretrigger am Eingang und Belichtungszeit extern über Eingang.
PixelDepth: Pixelformat in dem das Kamerabild übertragen werden soll. Je nach Kameratyp sind folgende Pixelformate einstellbar:
SVGIGE_PIXEL_DEPTH_8: Bild mit 8 Bit pro Pixel
SVGIGE_PIXEL_DEPTH_12: Bild mit 12 Bit pro Pixel
SVGIGE_PIXEL_DEPTH_16: Bild mit 16 Bit pro Pixel
Bildaufnahme
Exposure: Belichtungszeit in [ms].
Gain: Analoger Verstärkungsfaktor (Helligkeit).
Aqu. Timeout: Maximale Bildaufnahmezeit in [ms].
PWM Activation time: Wartezeit in [ms] nach dem Ändern von PWM Parametern.
Sensor Temperatur: Wert des Temperatursensors der Kamera in [°C]. Mit ‚Get‘ wird der aktuelle Temperaturwert aus der Kamera ausgelesen.
Timeout sequencer done: Im Sequenzer-Modus könnten alle Bilder empfangen worden sein, bevor der Sequenzer in der Kamera abgeschlossen ist. Vor einem erneuten Starten des Sequenzers muss auf das ‚Sequencer done‘ Signal der Kamera gewartet werden.
PWM registers controlled by:
Userdefined Lightsituation: Die PWM-Ausgänge der Kamera stehen ausschließlich dieser Bildquelle als Lichtkanäle zur Verfügung.
Global dynamic lightcontroller: Die Kamera registriert sich als ‚Dynamischer Lichtkontroller‘ beim Lumos. Somit stehen die PWM-Ausgänge der Kamera als Lichtkanäle zur Verfügung. Siehe auch Dynamische LightController.
Sequencer: Die PWM-Ausgänge werden im Sequenzer der Kamera verwendet.
PWM: Die PWM-Ausgänge der Kamera werden manuell auf dem Reiter ‚PWM‘ eingestellt.
Max[%]A/B/C/D: Maximaler Helligkeitswert eines PWM-Ausgangs als Lichtkanal (‘Userdefined Lightsituation‘ oder ‚Global dynamic lightcontroller‘).
ROI Einstellungen¶
Hier kann ein Bildausschnitt (ROI = Region Of Interest) eingestellt werden. Somit wird nicht mehr der ganze Kamerachip ausgelesen und übertragen.
ROI Enabled: Bildausschnitt aktivieren oder deaktivieren. Falls deaktiviert, wird der ganze Kamerachip ausgelesen und übertragen.
X/Y/Widht/Height: Ausgewählter Bildbereich. Position der linken oberen Ecke, Breite und Höhe.
DisplayFinder: Mit dem Displayfinder kann per Drag&Drop ein Cognex Display (z.B. FormLive) ausgewählt werden, welches für eine interaktive Eingabe des Bildausschnitts verwendet wird.
Apply ROI from rectangle: Bildausschnitt vom Rechteck der interaktiven Eingabe übernehmen.
Cancel: Interaktive Bildausschnittauswahl abbrechen (Rechteck von Display entfernen).
Sequencer Einstellungen¶
Die Kamera besitzt einen Sequenzer, über den Zeitoptimiert mehrere Bilder hintereinander aufgenommen werden können. Für jedes Bild lässt sich die Belichtungszeit, die Verstärkung und die Belegung der Benutzerausgänge einstellen. Das erste Bild des Sequenzers wird dabei immer dieser Bildquelle zugeordnet. Die restlichen Bilder müssen in Viper.NET über Slave-Bildquellen angebunden werden.
Enabled: Sequenzer aktivieren/deaktivieren.
+/-: Bildaufnahme zum Sequenzer hinzufügen oder entfernen.
Apply timing settings to all other selectors: Die Parameter Interval, PulseAStart, PulseAStop, PulseBStart, PulseBStop, PwmMax des ausgewählten Selektors für alle anderen übernehmen.
Apply: Sequenzer-Parameter in die Kamera schreiben.
Selector Parameters:
Interval: Gesamte Dauer des Sequenzschrittes in [µs]. Hier sollte mindestens die Belichtungszeit + Bildübertragungszeit eingestellt werden.
PulseAStart: Beginn der Belichtung in [µs].
PulseAStop: Ende der Belichtung in [µs].
PulseBStart: In Viper.NET immer ‚0‘.
PulseBStop: In Viper.NET immer ‚0‘.
PwmChangeA/B/C/D: Tastverhältnis von An- zu Auszeit der PWM-Ausgänge in [%].
PwmMax: Maximale PWM Frequenz.
Ein- Ausgänge¶
Read from Camera: Ein/Ausgangs-Einstellungen aus der Kamera auslesen.
Write to Camera: Ein/Ausgangs-Einstellungen in die Kamera schreiben.
Check IO-Config on camera connect: Die Ein/Ausgangs-Einstellungen direkt nach dem Verbinden mit der Kamera übernehmen.
Physical [out]: Liste der physikalischen Ausgänge. Hier wird eingestellt welches Signal der Kamera den entsprechenden Ausgang schaltet.
Logical [in]: Liste der logischen Eingänge. Hier wird eingestellt, welches physikalische Eingangssignal für welches logische Signal verwendet wird. (Zum Beispiel Eingang ‚In 0 -> Trigger‘)
Poll: Aktiviert das zyklische auslesen und anzeigen der Ein/Ausgänge.
Gigabit Ethernet Einstellungen¶
Read only:
Ein : Die Parameter werden nur ausgelesen und angezeigt, aber nicht verändert.
Aus : Die Parameter können eingestellt und verändert werden.
EvaluateMaximalPacketSize: Maximale Paketgröße für die TCP/UDP Kommunikation ermitteln.
Packetsize: Paketgröße in [Byte] für die Übertragung der UDP Pakete der Bilddaten.
InterPacketdelay: Wartezeit in [Ticks : Umgerechnete Zeit in [µs] wir neben dem Eingabefeld angezeigt] zwischen dem Senden einzelner UDP Datenpakete der Bilddaten. Damit wird die Bilddatenübertragung verlangsamt und eventuelle Datenpaketkollisionen oder ein „Überfahren“ des LAN-Adapters bzw. des PCs vermieden.
PWM Einstellungen¶
Die Ausgänge der Kamera können beim Aktivieren mit einer festen Frequenz belegt werden. Dafür kann man die Frequenz des Signals am Ausgangs in [Hz] und das Verhältnis zwischen An- und Aus-Zeit in [%] einstellen.
Enable before acquisition: Wenn ‚PWM Enabled‘ aktiv ist, werden die PWM-Ausgänge vor der Bildaufnahme eingeschalten.
Disable after acquisition: Wenn ‚Enable before acquisition‘ aktiv ist, werden die PWM-Ausgänge nach der Bildaufnahme wieder ausgeschalten.
Pwm On: PWM-Ausgänge einschalten.
Pwm Off: PWM-Ausgänge ausschalten.
Read from camera: PWM-Parameter aus der Kamera auslesen.
PWM Enabled: PWM-Parameter vor der Bildaufnahme in die Kamera schreiben.
Frequency: PWM-Frequenz in [Hz]
PWM A/B/C/D Dutycycle: Tastverhältnis zwischen An- und Aus-Zeit in [%].
Apply: PWM Einstellungen übernehmen.
Weißabgleich¶
Bei Farbkameras ist es eventuell erforderlich einen Weißabgleich durchzuführen. Dabei wird die Verstärkung der einzelnen Farbkanäle der Kamera so angepasst, dass die Farben korrekt angezeigt werden. Beim Automatischen Weißabgleich sollte die Kamera auf eine graue Fläche schauen.
Get Whitebalance settings from other instance: Über einen Ausahldialog (7) wird eine SVS-Vistek Bildquelle ausgewählt, von der die Weißabgleich-Parameter übernommen werden sollen.
X/Y/Width/Height: Bildausschnitt in dem der automatische Weißabgleich ausgeführt werden soll.
Interaktive Bildausschnitt Auswahl: Mit dem DisplayFinder kann per Drag&Drop ein Display für die interaktive Einstellung des Bildausschnitts für den Weißabgleich ausgewählt werden. In diesem Display wird dann ein Rechteck dargestellt. Apply ROI from rectangle übernimmt dann dieses Rechteck als Bildausschnitt.
Do Whitebalance on ROI: Automatischen Weißabgleich ausführen.
Enable:
Aus: Die Eingestellten Verstärkungsfaktoren für die Farbkanäle werden ignoriert.
Ein: Die Eingestellten Verstärkungsfaktoren für die Farbkanäle werden verwendet.
R/G/B: Verstärkungsfaktoren für die einzelnen Farbkanäle.
UART/RS232¶
Die Kamera hat einen UART (Universal Asynchronous Receiver Transmitter) eingebaut. Somit kann man mit einem externen Gerät über RS232 kommunizieren. Dafür muss bei den Ein-Ausgangseinstellungen ‚Out TXD‘ auf ‚UART out‘ und ‚UART in‘ auf ‚RS232‘ gestellt werden.
Enabled: Falls aktiv, werden die UART Parameter in die Kamera geschrieben und es können Daten gesendet und empfangen werden.
BaudRate: Baud-Rate für den UART, also wie viele Zeichen pro Sekunde übertragen werden. Wertebereich: [110..115200] Baud.
Send: Daten aus dem Textfeld senden.
Receive: Daten empfangen (aus dem UART in Puffer auslesen) und im Textfeld anzeigen.
UART Protocol¶
Damit die Eingangsdaten in Telegramme zerlegt werden können, muss ein Protokoll (1) ausgewählt und parametrisiert (2) werden.
Falls der UART aktiviert ist und ein Protokoll eingestellt ist, kann er für die Kommunikation mit einem RS232 Gerät in einem ‚Kommando vor der Bildaufnahme‘ verwendet werden. Der UART der Kamera wird verwendet, wenn der Parameter (2) ‚StreamId‘ nicht gesetzt ist.