Allgemein

Mit Gefasoft ReInspect sollen Pseudofehler einer AOI (automatische optische Inspektion) durch die Nachbewertung von Bauteilen mittels Sichtprüfung vermieden werden.

Eine vordefinierte Ansicht mit Ergebnisgrafik der aktuellen Prüfung wird auf einen Monitor am Sichtprüfplatz gespiegelt. Der Sichtprüfer plausibilisiert das Ergebnis oder ändert die Bewertung über IO/NIO Taster.

Eine AOI wird im Regelfall von einer übergeordneten Steuerung getriggert. Diese Steuerung erwartet das Ergebnis innerhalb einer bestimmten Auswertezeit. Wenn die Sichtprüfung synchron während der AOI Auswertung durchgeführt werden müsste, besteht ein erhöhtes Risiko für Fehler durch Timeouts.

Deshalb wird der Sichtprüfplatz nicht direkt von der AOI angesteuert. Stattdessen wird nach der Auswertung der AOI von der übergeordneten Steuerung entschieden, ob das geprüfte Bauteil am Sichtprüfplatz nachkontrolliert werden muss. Die Steuerung triggert dann den Sichtprüfplatz an, der wiederum die Daten vom AOI PC abholt und anzeigt. Das Ergebnis der Sichtprüfung wird vom Bediener über Hardware- oder Softwaretaster ohne Handshake direkt an die Steuerung zurückgemeldet.

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Aufbau eines Systems mit ReInspect

Ein Sichtprüfplatz (Reinspect Client Plugin) ist mit einer oder mehreren anderen AOIs (ReInspect Server Plugin) verbunden. Der Sichtprüfplatz kann (nacheinander) die Ansichten von mehreren AOI-Stationen laden und anzeigen. Das Laden der einzelnen Ansichten erfolgt über TCP und wird über Viper.NET Streams realisiert.

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Ablauf einer Nachbewertung

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Vision Handshake zwischen Station und SPS

Die Nachbewertung kann entweder ad-hoc auf Basis der aktuellen Ansicht in der AOI, oder nachgelagert auf Basis zwischengespeicherter Ansichten aus vorherigen Auswertungen erfolgen. Für die nachgelagerte Nachbewertung sind zusätzliche Einstellungen notwendig, siehe auch Nachgelagerte Reinspection.

Aufmerksamskeitsmodus

Um zu verhindern, dass Teile aus Versehen oder Unaufmerksamkeit als IO markiert werden, kann die Option „Aufmerksamkeit erzeugen“ in den Einstellungen aktiviert werden. Falls diese Option aktiviert ist, wird bei jeder Sichtprüfung eine zufällige Zahl zwischen 1 und 7 angezeigt.

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Der Operator muss diese angezeigte Zahl eingeben bevor das Teil als IO markiert werden kann. Der Aufmerksamkeitsmodus erfordert deshalb zusätzlich die Konfiguration eines Freigabe-Bits, mit dem die Eingabe der richtigen Zufallszahl an die SPS gemeldet werden kann. Erst danach darf die SPS den IO/NIO Tastendruck akzeptieren.